Handbuch
Alles, was Sie wissen müssen, um das Beste aus Fog Panther herauszuholen.
Übersicht der TastenkürzelKeine Abschnitte entsprechen Ihrer Suche. Versuchen Sie einen anderen Begriff.
Erste Schritte
Installation
Fog Panther läuft unter Linux. Wählen Sie die Installationsmethode, die zu Ihrem System passt – die nativen Pakete finden Sie auf der Download-Seite; alternativ nutzen Sie eines der universellen Paketformate.
| Flatpak | flatpak install flathub com.fogpanther.FogPanther |
| Snap | snap install fogpanther |
| Fedora / RHEL | Das .rpm von fogpanther.com/downloads installieren |
| Debian / Ubuntu | Das .deb von fogpanther.com/downloads installieren |
| Arch | Das .pkg.tar.zst von fogpanther.com/downloads installieren |
Wenn Sie lieber im Terminal arbeiten: Ein einziger Befehl erkennt Ihre Distribution, lädt das passende Paket herunter und installiert es:
curl -fsSL https://fogpanther.com/install.sh | bash
Das ist der empfohlene Weg: Er installiert ein natives Paket, sodass GNOME Dateien eine
Vorschau anzeigt, wenn Sie bei einer .fog- oder .psd-Datei die
Leertaste drücken. Flatpak- und Snap-Installationen öffnen und bearbeiten Dateien
ganz normal, zeigen im Dateimanager aber keine Vorschau an.
Starten Sie Fog Panther nach der Installation über Ihr Anwendungsmenü oder indem Sie
fogpanther in ein Terminal eingeben. Beim ersten Start sehen Sie eine kurze
Endbenutzer-Lizenzvereinbarung. Fog Panther ist kostenlos und ohne Zeitlimit nutzbar
– alle Werkzeuge funktionieren, Sie brauchen kein Konto und können Ihre Arbeit im
Fog-Panther-eigenen .fog-Format speichern. Eine Lizenz schaltet das Speichern in allen
anderen Formaten frei, dazu Exportieren, Exportieren als, Stapelverarbeitung und Drucken. Nach dem
Kauf einer Lizenz geben Sie den Schlüssel über Hilfe > Lizenz eingeben ein.
Erster Start
Nach dem Startbildschirm öffnet sich Fog Panther mit einem leeren Hauptfenster – es ist noch kein Dokument geladen. Von hier aus können Sie:
- mit Datei > Öffnen (Strg+O) ein vorhandenes Bild oder
.fog-Projekt öffnen - mit Datei > Neu (Strg+N) ein leeres Dokument erstellen
- mit Datei > Zuletzt verwendet zu einer Datei zurückkehren, an der Sie bereits gearbeitet haben
Sie können ein Bild auch direkt in das Fenster ziehen – legen Sie ein RAW- oder JPEG-Bild
direkt von der Speicherkarte Ihrer Kamera ab, und es öffnet sich in einem neuen Tab. Solange Sie
keine Lizenz eingegeben haben, zeigt die Menüleiste [NICHT REGISTRIERT] an, und beim
Speichern in einem anderen Format als .fog bietet Fog Panther an, eine Lizenz zu
erwerben oder einzugeben – oder stattdessen als .fog zu speichern.
Neues Dokument erstellen
Drücken Sie Strg+N, um den Dialog „Neues Dokument“ zu öffnen. Hier legen Sie die Abmessungen der Arbeitsfläche, die Auflösung und die Hintergrundfarbe fest. Der Dialog enthält Vorgaben für die häufigsten Anwendungsfälle:
- Web – 1920×1080 und 1280×720 für Website-Mockups, Werbebanner und UI-Design.
- Social Media – quadratisch 1080×1080 und Story 1080×1920.
- Fotoabzüge – 4×6", 5×7" und 8×10" mit 300 DPI.
- Druckpapier – A4, A5 und US Letter mit 300 DPI, bereit für Offset- oder Digitaldruck.
- Symbolgrößen – quadratische Standardpixelmaße für App- und Dateityp-Symbole.
- Benutzerdefiniert – Breite, Höhe und Auflösung frei festlegen.
Wählen Sie eine Vorgabe (oder bleiben Sie bei „Benutzerdefiniert“), legen Sie die Hintergrundfarbe fest und klicken Sie auf Erstellen, um in den Hauptarbeitsbereich zu wechseln.
Dateien öffnen
Drücken Sie Strg+O, um ein vorhandenes Bild zu öffnen. Fog Panther liest alle gängigen
Formate, darunter PSD, PNG, JPEG, TIFF, WebP, SVG, RAW, AVIF, ORA, BMP und das eigene
.fog-Format. Sie können Dateien auch direkt per Drag-and-drop in das
Anwendungsfenster ziehen – sogar mehrere auf einmal, jede öffnet sich in einem eigenen Tab.
Öffnen Sie eine .psd-Datei direkt, und Fog Panther übernimmt Ebenen, Masken,
Füllmethoden und Text – praktisch, wenn Ihnen ein Kollege ein Dokument mit Ebenen übergibt
und Sie dort weitermachen, wo er aufgehört hat.
Hilfe erhalten
Das Menü Hilfe enthält vier Einträge:
- Benutzerhandbuch – Öffnet das vollständige Handbuch unter fogpanther.com/guide.
- Lizenz erwerben – Kaufen Sie eine Lizenz, um alle Speicherformate, den Export und das Drucken freizuschalten.
- Lizenz eingeben – Aktivieren Sie eine bereits erworbene Lizenz.
- Über Fog Panther – Zeigt Ihre Version und Ihren Lizenzstatus an.
Sie finden ein Werkzeug oder einen Befehl nicht? Drücken Sie Strg+K, um die Befehlspalette zu öffnen, und beginnen Sie zu tippen – sie springt direkt zu jedem Werkzeug, Filter oder Menübefehl.
Nach obenDie Benutzeroberfläche
Das Hauptfenster ist in sechs Bereiche gegliedert: die Menüleiste am oberen Rand, direkt darunter die Leiste Werkzeugoptionen, die Spalte Werkzeuge am linken Rand, die Arbeitsfläche in der Mitte, der Stapel Bedienfelder rechts und die Statusleiste am unteren Rand. Alles ist so angeordnet, dass Ihre Arbeitsfläche im Mittelpunkt steht und Sie trotzdem schnell an die Werkzeuge und Bedienfelder kommen, die Sie am häufigsten nutzen.
Werkzeugleiste
Die senkrechte Werkzeugleiste auf der linken Seite enthält alle Zeichen- und Bearbeitungswerkzeuge. Bewegen Sie den Mauszeiger über ein Symbol, um in einer Kurzinfo seinen Namen und sein Tastenkürzel zu sehen. Manche Werkzeuge teilen sich einen Platz – das erkennen Sie an einem kleinen Dreieck in der Ecke. Klicken und halten Sie, um die darunterliegenden Werkzeuge einzublenden (so teilen sich etwa Rechteckauswahl und Ellipsenauswahl den Platz M).
Wenn Sie als Fotograf Porträts retuschieren, verbringen Sie die meiste Zeit mit einer Handvoll Werkzeugen: dem Reparatur-Pinsel (J) zum Entfernen von Hautunreinheiten, dem Kopierstempel (S) zum Ausbessern größerer Bereiche und dem Pinsel (B) für feines Abwedeln und Nachbelichten auf einer separaten Ebene.
Bedienfelder
Auf der rechten Seite des Fensters befindet sich ein Stapel andockbarer Bedienfelder:
- Ebenen – Ihr Ebenenstapel mit Füllmethoden und Deckkraftreglern.
- Protokoll – Jeder Arbeitsschritt, den Sie ausgeführt haben, sodass Sie zu jedem beliebigen Punkt zurückspringen können.
- Kanäle – Die einzelnen Farbkanäle für anspruchsvolles Maskieren und Compositing.
- Werkzeugoptionen – Detaillierte Einstellungen für das aktuell aktive Werkzeug.
- Typografie – Erweiterte Schriftsteuerung für Textebenen (Laufweite, Zeilenabstand, OpenType-Funktionen).
- Pfade – Mit dem Zeichenstift-Werkzeug erstellte Vektorpfade.
- Objektfilter – Der nicht-destruktive Filterstapel von eingebetteten Objekten.
- Fotografie – Regler für die RAW-Entwicklung (Belichtung, Weißabgleich, Tonwertkurven).
Einzelne Bedienfelder blenden Sie über das Hauptmenü Bedienfelder ein oder aus. Die Seitenleiste lässt sich in der Größe ändern – ziehen Sie die senkrechte Trennlinie zwischen Arbeitsfläche und Bedienfeld, um ihre Breite anzupassen. Wenn Sie an einem Laptop mit wenig Bildschirmfläche arbeiten, drücken Sie Tab, um die Seitenleiste vorübergehend auszublenden und ungestört zu arbeiten.
Arbeitsfläche
Der mittlere Bereich ist Ihre Arbeitsfläche – die Live-Ansicht Ihres Dokuments. Das Schachbrettmuster hinter transparenten Bereichen ist nur eine Orientierungshilfe; es erscheint nicht in Ihren exportierten Dateien. Die Titelleiste über der Arbeitsfläche zeigt Dokumentname, Pixelmaße, aktuelle Zoomstufe und Farbmodus auf einen Blick.
Werkzeugoptionsleiste
Direkt über der Arbeitsfläche befindet sich eine waagerechte Leiste, die sich je nach ausgewähltem Werkzeug ändert. Wählen Sie zum Beispiel den Pinsel, zeigt die Optionsleiste Pinselgröße, Härte, Deckkraft, Fluss und Füllmethode. Wechseln Sie zum Textwerkzeug, sehen Sie Schriftfamilie, Schriftgröße, Ausrichtung und Farbe. Dank dieser kontextabhängigen Leiste müssen Sie nie Menüs durchsuchen, um ein Werkzeug anzupassen – die benötigten Regler sind immer direkt zur Hand.
Statusleiste
Ganz unten im Fenster zeigt die Statusleiste die aktuelle Zoomstufe, die Position Ihres Mauszeigers in Pixeln und die Größe der aktiven Ebene an. Klicken Sie auf die Zoom-Prozentangabe, um einen genauen Wert einzugeben – praktisch, wenn Sie Details auf Pixelebene bei exakt 200% oder 400% prüfen möchten.
Nach obenWerkzeuge
Fog Panther bringt mehr als zwanzig Werkzeuge mit, die in vier Gruppen geordnet sind. Sie aktivieren ein Werkzeug, indem Sie auf sein Symbol in der Werkzeugleiste klicken oder sein Tastenkürzel drücken. Wer die Tastenkürzel lernt, arbeitet deutlich schneller – die meisten Profis rühren die Werkzeugleiste kaum noch an, sobald sie die Tasten verinnerlicht haben.
Einige Werkzeuge teilen sich eine Taste und werden mit Umschalt+Taste durchgeschaltet: Umschalt+B wechselt zwischen Pinsel / Buntstift, Umschalt+L schaltet durch Lasso / Magnetisches Lasso, Umschalt+W durch Zauberstab / Intelligente Auswahl, Umschalt+G durch Farbeimer / Verlauf und Umschalt+J durch Bereichsreparatur-Pinsel / Reparatur-Pinsel / Rote Augen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine Werkzeugschaltfläche (oder drücken Sie lange darauf), um die in ihrer Gruppe verborgenen Alternativen zu sehen.
Auswahlwerkzeuge
Mit Auswahlwerkzeugen grenzen Sie einen Bildbereich ein, sodass sich Bearbeitungen nur auf diesen Bereich auswirken. Sie sind unverzichtbar für Compositing, gezielte Farbkorrekturen und das Freistellen von Objekten vor ihrem Hintergrund.
| Werkzeug | Tastenkürzel | Funktion |
|---|---|---|
| M | Ziehen Sie eine rechteckige oder elliptische Auswahl auf – zwischen den beiden Formen wechseln Sie in der Werkzeugoptionsleiste. Halten Sie beim Ziehen Umschalt gedrückt, um ein exaktes Quadrat oder einen exakten Kreis zu erhalten. Ideal, um einen Ausschnitt eines Fotos zuzuschneiden, ein UI-Element auszuwählen oder ein rundes Objekt wie einen Button, ein Abzeichen oder bei der Porträtretusche die Iris eines Auges zu isolieren. | |
| L | Zeichnen Sie per Klicken und Ziehen eine freihändige Auswahlkontur. Nutzen Sie dieses Werkzeug, wenn Sie schnell einen unregelmäßig geformten Bereich auswählen müssen – etwa um die Silhouette einer Person nachzuziehen und sie von einem unruhigen Hintergrund zu trennen. Mit Umschalt+L wechseln Sie zum Magnetischen Lasso, das sich beim Nachziehen an kontrastreichen Kanten festsetzt. | |
| W | Klicken Sie auf eine Farbe, um alle zusammenhängenden Pixel mit ähnlichem Farbton auszuwählen. Über die Toleranz in den Werkzeugoptionen legen Sie fest, wie streng die Auswahl ist. Perfekt für einfarbige Hintergründe – ein Produktfotograf klickt auf den weißen Studiohintergrund und kann ihn in Sekunden auswählen und ersetzen. Mit Umschalt+W wechseln Sie zur Intelligenten Auswahl, die die Umrisse eines Motivs mit einem einzigen Klick auf das Motiv selbst erkennt. |
Malwerkzeuge
Ob Sie eine digitale Illustration von Grund auf malen, ein Schwarzweißfoto von Hand kolorieren oder Haut retuschieren – zu diesen Werkzeugen greifen Sie dabei.
| Werkzeug | Tastenkürzel | Funktion |
|---|---|---|
| B | Das Arbeitspferd unter den Malwerkzeugen. Wenn Sie ein Grafiktablett verwenden, malen Sie Striche mit voller Druckempfindlichkeit. Mit [ und ] ändern Sie die Pinselgröße, mit Umschalt+[ und Umschalt+] die Härte; halten Sie Umschalt gedrückt und klicken Sie zwei Punkte an, um eine exakt gerade Linie zwischen ihnen zu malen. Digitalkünstler nutzen den Pinsel für alles von der groben Skizze bis zum letzten Detail. Porträtfotografen verwenden ihn auf einer Ebene mit geringer Deckkraft zum Abwedeln und Nachbelichten – mit Weiß hellen sie Lichter auf, mit Schwarz vertiefen sie Schatten. | |
| Umschalt+B (durchschalten) | Wechseln Sie mit Umschalt+B vom Pinsel zum Buntstift, um hartkantige Pixel ohne Glättung zu zeichnen. Das ist das Werkzeug der Wahl für Pixel-Art-Künstler, die Spielesprites oder Symbole im Retrostil gestalten – jeder Strich landet exakt auf dem Pixelraster, ohne jede Unschärfe. | |
| E | Entfernt Pixel und hinterlässt Transparenz (oder auf einer reduzierten Ebene die Hintergrundfarbe). Verwenden Sie einen weichen Radiergummi auf einer Ebenenmaske, um die Kanten eines einmontierten Elements sanft in die darunterliegende Szene übergehen zu lassen. | |
| G | Füllt einen zusammenhängenden Bereich mit der Vordergrundfarbe oder einem Muster. Damit füllen Sie flächige Bereiche eines Designs im Handumdrehen – etwa die Hintergrundfläche eines Plakatlayouts oder Strichzeichnungen mit ihren Grundfarben. | |
| Umschalt+G (durchschalten) | Wechseln Sie mit Umschalt+G vom Farbeimer zum Verlauf, um weiche Farbübergänge zwischen zwei oder mehr Farben zu erzeugen. Zur Wahl stehen lineare, radiale und Winkelverläufe. Designer setzen Verläufe für alles ein, von dezenten Hintergrundtönungen bis zu auffälligen Header-Überlagerungen. Fotografen nutzen sie auf Ebenenmasken für weiche Belichtungsübergänge – etwa um einen überbelichteten Himmel abzudunkeln, ohne den Vordergrund zu beeinflussen. | |
| S | Malt eine Kopie von Pixeln, die aus einem anderen Teil des Bildes aufgenommen werden. Halten Sie Alt gedrückt und klicken Sie, um den Quellpunkt festzulegen, und malen Sie dann dort, wo die kopierten Pixel erscheinen sollen. Fotografen entfernen damit störende Elemente – etwa eine Stromleitung aus einer Landschaftsaufnahme, oder sie überdecken ein Stück Müll in einer Parkszene mit Gras. |
Transformationswerkzeuge
Mit Transformationswerkzeugen verschieben, skalieren und verformen Sie Ebenen und Auswahlen.
| Werkzeug | Tastenkürzel | Funktion |
|---|---|---|
| V | Klicken und ziehen Sie, um die aktuelle Ebene, Auswahl oder Hilfslinie zu verschieben. Wenn Sie Elemente aus verschiedenen Fotos kombinieren – etwa ein Produkt vor einen neuen Hintergrund setzen –, positionieren Sie mit „Verschieben“ jedes Teil genau dort, wo Sie es haben möchten. Halten Sie beim Ziehen Umschalt gedrückt, um die Bewegung auf die Waagerechte oder Senkrechte zu beschränken. | |
| C | Ziehen Sie einen Freistellungsbereich auf und drücken Sie Eingabe, um die Arbeitsfläche zuzuschneiden. Damit straffen Sie die Bildaufteilung eines Porträts, richten einen schiefen Horizont durch Drehen des Freistellungsrahmens gerade aus oder schneiden ein großes Foto auf ein bestimmtes Seitenverhältnis zu, etwa 16:9 für ein Website-Titelbild oder 1:1 für Instagram. | |
| Transformieren | Strg+T | Wechselt in den Modus „Frei transformieren“, in dem Sie die aktuelle Ebene oder Auswahl über Anfasser skalieren, drehen, neigen oder verkrümmen. Ein Designer, der ein Logo auf ein Produkt-Mockup setzt, skaliert und dreht das Logo mit „Transformieren“ an die richtige Position und verkrümmt es dann entlang der Oberflächenkontur. Drücken Sie Eingabe zum Anwenden oder Esc zum Abbrechen. |
| Verkrümmen | — | Schieben, ziehen und verformen Sie Pixel mit einem flexiblen Gitter. Ziehen Sie Punkte auf dem Verkrümmungsgitter, um Bildelemente um eine gewölbte Oberfläche zu biegen, Objektivverzerrungen zu korrigieren oder eine Spiegelung an die richtige Stelle zu rücken – mit weit mehr Freiheit als die Eckanfasser beim freien Transformieren. Drücken Sie Eingabe zum Anwenden oder Esc zum Abbrechen. |
| H | Verschieben Sie die Ansicht der Arbeitsfläche durch Ziehen, ohne den Zustand Ihres aktiven Werkzeugs zu verändern. Praktisch, wenn Sie für Detailarbeit stark eingezoomt haben und einen anderen Bildteil erreichen müssen. Sie können die Ansicht auch jederzeit verschieben, indem Sie die Leertaste gedrückt halten und ziehen oder mit gedrückter mittlerer Maustaste ziehen. |
Erweiterte Werkzeuge
| Werkzeug | Tastenkürzel | Funktion |
|---|---|---|
| T | Klicken Sie auf die Arbeitsfläche, um eine Textmarke zu setzen, oder klicken und ziehen Sie, um ein Textfeld mit automatischem Zeilenumbruch aufzuziehen. Ausführlich behandelt im Abschnitt Text & Typografie weiter unten. | |
| I | Klicken Sie irgendwo auf die Arbeitsfläche, um eine Farbe aufzunehmen und als Vordergrundfarbe festzulegen. Designer nutzen das ständig – sie nehmen eine Farbe aus einem Markenfoto des Kunden auf, um sie im Layout exakt zu treffen, oder greifen eine Himmelsfarbe für einen Hintergrundverlauf ab. | |
| P | Erstellen Sie präzise Vektorpfade mit Bézierkurven. Der Zeichenstift liefert die saubersten Auswahlen zum Freistellen von Objekten mit glatten, harten Kanten – etwa einer Produktflasche oder der Silhouette eines Autos. Klicken Sie, um Ankerpunkte zu setzen, und klicken und ziehen Sie, um Kurvengriffe hinzuzufügen. Wenn Sie den Pfad schließen, wandeln Sie ihn in eine Auswahl um oder verwenden ihn als Vektormaske. | |
| U | Zeichnen Sie Vektor-Rechtecke, -Ellipsen und -Polygone mit sauberen, auflösungsunabhängigen Kanten. Ideal für UI-Mockups, geometrische Plakatelemente oder Symboldesign – überall dort, wo Ecken bei jeder Zoomstufe gestochen scharf bleiben sollen. | |
| J | Wie der Kopierstempel, nur cleverer – er nimmt die Struktur aus einem Quellbereich auf und gleicht sie an Farbe und Beleuchtung des Zielbereichs an, sodass nahtlose Ergebnisse entstehen. Porträtfotografen entfernen damit Hautunreinheiten: Mit Alt+Klick auf einen nahegelegenen Bereich reiner Haut legen Sie die Quelle fest und malen dann über die Unreinheit. Der Reparatur-Pinsel passt sich automatisch an den umgebenden Farbton an, sodass die Korrektur auch bei wechselnder Beleuchtung oder Hautfarbe natürlich wirkt. Mit Umschalt+J schalten Sie durch die übrigen Retuschewerkzeuge der Gruppe: Bereichsreparatur-Pinsel (Unreinheiten mit einem Klick entfernen, ganz ohne Quellpunkt) und Rote Augen (auf eine Pupille klicken, um blitzbedingtes Rot zu neutralisieren). |
Ebenen
Ebenen sind das Rückgrat der nicht-destruktiven Bearbeitung. Stellen Sie sie sich als transparente Folien vor, die übereinander liegen – jede Folie kann ihren eigenen Inhalt tragen, und Sie können sie neu anordnen, ausblenden oder miteinander verrechnen, ohne etwas dauerhaft zu verändern. Nahezu jeder professionelle Arbeitsablauf baut auf Ebenen auf, ob Sie ein Magazincover montieren, ein Porträt retuschieren oder ein Plakat gestalten.
Ebenentypen
- Pixelebenen – Normale Pixelebenen, auf denen Sie malen, Fotos einfügen und Filter anwenden. Wenn ein Fotograf ein Motiv vor einen neuen Hintergrund montiert, liegt jedes Element auf einer eigenen Pixelebene, sodass es unabhängig verschoben oder maskiert werden kann.
- Textebenen – Bearbeitbarer Text, den Sie jederzeit ändern können, ohne ihn neu anzulegen. Ein Plakatdesigner kann noch Wochen später die Formulierung der Überschrift anpassen, die Schrift wechseln oder die Farbe ändern, ohne von vorn zu beginnen.
- Korrekturebenen – Nicht-destruktive Farb- und Tonwertkorrekturen (Gradationskurven, Tonwertkorrektur, Farbton/Sättigung und mehr), die sich auf alle darunterliegenden Ebenen auswirken. Da sie Ihre Originalpixel nicht antasten, können Sie sie jederzeit anpassen oder löschen. Ein Fotograf kann etwa eine Gradationskurven-Korrektur für mehr Kontrast in den Mitteltönen und eine Farbton/Sättigung-Korrektur zum Erwärmen der Tiefen stapeln – und beide Tage später für eine andere Druckauflage feinjustieren.
- Eingebettete Objekte – Eingebettete Dateien, die die ursprünglichen Daten in voller Auflösung bewahren, egal wie oft Sie sie skalieren, drehen oder verkrümmen. Platzieren Sie das hochaufgelöste Logo eines Kunden als eingebettetes Objekt in Ihrem Design, verkleinern Sie es für eine Visitenkarte und vergrößern Sie es später wieder für ein Banner – ganz ohne Qualitätsverlust.
- Ebenengruppen – Einklappbare Ordner, mit denen Sie komplexe Projekte organisieren. Ein Webdesigner, der ein Startseiten-Mockup baut, fasst etwa alle Header-Elemente (Logo, Navigation, Titelbild) in einer Gruppe und alle Footer-Elemente in einer anderen zusammen – so bleibt der Ebenenstapel selbst bei Dutzenden Ebenen übersichtlich.
Ebenenmasken
Eine Ebenenmaske ist ein Graustufenkanal, der mit einer Ebene verbunden ist und steuert, welche Teile sichtbar sind. Weiße Bereiche der Maske zeigen die Ebene, schwarze Bereiche verbergen sie, und Grautöne erzeugen teilweise Transparenz.
Um eine Maske hinzuzufügen, klicken Sie im Bedienfeld „Ebenen“ mit der rechten Maustaste auf eine Ebene und wählen Ebenenmaske hinzufügen. Wählen Sie dann den Pinsel (B), stellen Sie die Vordergrundfarbe auf Schwarz und malen Sie über die Bereiche, die Sie ausblenden möchten. Wechseln Sie zu Weiß (mit X tauschen Sie die Farben), um sie wieder einzublenden.
Praxisbeispiel: Angenommen, Sie kombinieren zwei Belichtungen derselben Landschaft – eine auf den Himmel und eine auf den Vordergrund belichtet. Legen Sie die Himmelsbelichtung nach oben, fügen Sie eine Ebenenmaske hinzu und malen Sie mit einem weichen schwarzen Pinsel entlang der Horizontlinie. Der dunklere Vordergrund der darunterliegenden Ebene scheint nahtlos durch, und Sie erhalten ein perfekt ausgewogenes Bild ganz ohne HDR-Artefakte.
Füllmethoden
Füllmethoden steuern, wie die Pixel einer Ebene mit den darunterliegenden Ebenen interagieren. Wählen Sie eine Füllmethode aus der Dropdown-Liste oben im Bedienfeld „Ebenen“. Diese Methoden werden Sie am häufigsten verwenden:
- Multiplizieren – Dunkelt das Bild ab, indem Farbwerte multipliziert werden. Designer legen so dunkle Texturen über ein Foto oder machen das weiße Papier einer eingescannten Strichzeichnung transparent, sodass nur die Tintenlinien sichtbar bleiben.
- Negativ multiplizieren – Hellt das Bild auf. Damit fügen Sie Lichteffekte wie Blendenflecke hinzu oder hellen ein unterbelichtetes Foto auf, indem Sie die Ebene duplizieren und die Kopie auf „Negativ multiplizieren“ stellen.
- Ineinanderkopieren – Verstärkt den Kontrast, indem „Multiplizieren“ und „Negativ multiplizieren“ kombiniert werden. Eine beliebte Schärfungstechnik: Duplizieren Sie Ihre Ebene, wenden Sie den Filter „Hochpass“ an und stellen Sie das Ergebnis auf „Ineinanderkopieren“. Nur die Kanten werden geschärft, flächige Bereiche bleiben unberührt.
- Weiches Licht – Eine dezentere Variante von „Ineinanderkopieren“. Fotografen füllen eine neue Ebene mit 50% Grau, stellen sie auf „Weiches Licht“ und malen dann mit Weiß zum Abwedeln (Aufhellen) und mit Schwarz zum Nachbelichten (Abdunkeln) – eine vollständig nicht-destruktive Methode, Licht und Schatten in Porträts zu modellieren.
Tastenkürzel
| Aktion | Tastenkürzel |
|---|---|
| Neue Ebene | Strg+Umschalt+N |
| Ebene duplizieren | Strg+J |
| Auf darunter liegende reduzieren | Strg+E |
| Sichtbare auf einer Ebene reduzieren | Strg+Umschalt+E |
| Sichtbare auf neue Ebene reduzieren | Strg+Alt+Umschalt+E |
| Auf Hintergrundebene reduzieren | Ebene > Auf Hintergrundebene reduzieren |
| Ebene nach oben verschieben | Strg+] |
| Ebene nach unten verschieben | Strg+[ |
| Ebenendeckkraft festlegen | 1…9 (10–90%), 0 (100%) |
| Sichtbarkeit ein-/ausschalten | Auf das Augensymbol klicken |
Das Ziffern-Tastenkürzel legt die Deckkraft der aktiven Ebene fest – ideal für schnelle Vorher-nachher-Vergleiche. Wenn Sie gerade eine Textebene bearbeiten, wechseln Sie zuerst zum Verschieben-Werkzeug, sonst tippen die Ziffern stattdessen Zahlen.
Nach obenAuswahlen
Mit Auswahlen grenzen Sie einen Teil Ihres Bildes ab, sodass Malen, Filter und Korrekturen nur diesen Bereich betreffen. Die Begrenzung erscheint als animierte gestrichelte Linie, oft „Ameisenlinie“ genannt. Der sichere Umgang mit Auswahlen gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten in der Bildbearbeitung – damit tauschen Sie einen Himmel aus, ohne den Vordergrund anzutasten, färben ein einzelnes Objekt um oder stellen ein Produkt für einen Onlineshop frei.
Auswahlen kombinieren
Komplexe Auswahlen bauen Sie aus einfachen zusammen. Halten Sie beim Erstellen einer neuen Auswahl diese Zusatztasten gedrückt:
- Umschalt – Zur Auswahl hinzufügen. Ziehen Sie mehrere Rechtecke oder Lassoformen auf, und sie verschmelzen zu einer Auswahl.
- Alt – Von Auswahl abziehen. Damit schneiden Sie Löcher heraus oder beschneiden Kanten.
- Umschalt+Alt – Schnittmenge mit Auswahl. Nur der Überlappungsbereich von alter und neuer Auswahl bleibt erhalten.
Praxisbeispiel: Sie stellen ein Model vor einem Studiohintergrund frei. Beginnen Sie mit dem Zauberstab (W) und klicken Sie auf den weißen Hintergrund – der Großteil ist sofort ausgewählt. Halten Sie dann Umschalt gedrückt und klicken Sie auf übersehene Lücken (etwa zwischen Arm und Körper), um sie hinzuzufügen. Kehren Sie die Auswahl zum Schluss um (Strg+Umschalt+I), sodass das Model statt des Hintergrunds ausgewählt ist. Kopieren Sie das Model auf eine neue Ebene (Strg+J), und Sie haben einen sauberen Freisteller, bereit für die Montage.
Weiche Kante
Eine harte Auswahlkante kann unnatürlich wirken, besonders bei Montagen. Eine weiche Kante lässt die Auswahl über eine bestimmte Anzahl von Pixeln allmählich auslaufen. Drücken Sie nach dem Erstellen einer Auswahl Umschalt+F6, um einen Radius für die weiche Kante festzulegen. Ein Wert von 1-3 Pixeln erzeugt einen dezenten, natürlichen Übergang; höhere Werte ergeben einen verträumten Übergang im Vignettenstil.
Maskierungsmodus
Drücken Sie Q, um in den Maskierungsmodus zu wechseln. Über Ihr Bild legt sich eine halbtransparente rote Überlagerung – rote Bereiche liegen außerhalb der Auswahl, klare Bereiche innerhalb. Jetzt können Sie die Auswahl mit jedem Malwerkzeug verfeinern: Malen Sie mit Schwarz, um Bereiche abzuwählen (Rot hinzufügen), und mit Weiß, um sie auszuwählen (Rot entfernen). Das ist enorm wirkungsvoll bei schwierigen Kanten wie Haaren oder Fell, an denen geometrische Auswahlwerkzeuge scheitern. Drücken Sie erneut Q, um zur normalen Ameisenlinie zurückzukehren.
Tastenkürzel
| Aktion | Tastenkürzel |
|---|---|
| Alle auswählen | Strg+A |
| Auswahl aufheben | Strg+D |
| Auswahl umkehren | Strg+Umschalt+I |
| Auswahlkante weich abrunden | Umschalt+F6 |
| Nach Farbbereich auswählen | Auswahl > Farbbereich |
Filter & Korrekturen
Filter verarbeiten Ihre Pixel und erzielen eine Vielzahl von Effekten – vom Schärfen eines weichen Fotos bis zu stilisierten künstlerischen Looks. Sie erreichen sie über das Menü Filter. Die meisten Filter zeigen eine Live-Vorschau, sodass Sie die Einstellungen feinjustieren können, bevor Sie sie übernehmen.
Wenn Sie nicht-destruktiv arbeiten möchten, wenden Sie Filter auf eingebettete Objekte an – sie werden dann zu Objektfiltern, die Sie jederzeit erneut bearbeiten, umsortieren oder entfernen können.
Weichzeichnungsfilter
- Gaußscher Weichzeichner – Eine glatte, gleichmäßige Unschärfe, gesteuert über den Radius. Damit zeichnen Sie einen störenden Hintergrund hinter einer Produktaufnahme weich, oder Sie zeichnen eine duplizierte Ebene weich und subtrahieren sie für die Frequenztrennung (eine Hautretusche-Technik, die Struktur und Farbe voneinander trennt).
- Bewegungsunschärfe – Simuliert die Schlieren, die ein bewegtes Objekt oder eine bewegte Kamera hinterlässt. Legen Sie Winkel und Distanz fest, um einem stehenden Auto auf einem Foto Geschwindigkeit zu verleihen, oder zeichnen Sie den Hintergrund hinter einem Läufer weich, um den Eindruck von Bewegung zu erzeugen.
- Tiefenschärfe abmildern – Erzeugt einen realistischen Tiefenschärfe-Effekt mit natürlich wirkendem Bokeh. Geben Sie ihm eine Tiefenkarte (einen Verlauf in einem separaten Kanal), und er zeichnet nahe und ferne Bereiche unterschiedlich weich – ganz wie die geringe Schärfentiefe einer lichtstarken Festbrennweite. So wirken mit dem Smartphone aufgenommene Produktfotos, als kämen sie aus einer Studiokamera.
Scharfzeichnungsfilter
- Unscharf maskieren – Das Standardwerkzeug der Branche zum Schärfen. Trotz seines Namens macht es Bilder schärfer, indem es den Kontrast entlang von Kanten erhöht. Legen Sie Stärke (Intensität), Radius (Kantenbreite) und Schwellenwert (welche Kanten geschärft werden) fest. Für Webbilder probieren Sie Stärke 80–120 %, Radius 0,5–1,0, Schwellenwert 0–2. Für den Druck erhöhen Sie den Radius auf 1,5–2,0, da der Druck das Bild bei der Wiedergabe etwas weicher macht.
- Hochpass – Färbt das gesamte Bild neutralgrau, mit Ausnahme der Kanten, die ihren Kontrast behalten. Duplizieren Sie Ihre Fotoebene, wenden Sie „Hochpass“ mit einem Radius von 2-5 Pixeln an und stellen Sie die Füllmethode auf „Ineinanderkopieren“. So erhalten Sie knackige Kanten, ohne das Rauschen in flächigen Bereichen zu verstärken – eine Lieblingstechnik von Landschafts- und Architekturfotografen.
Verzerrungsfilter
- Verflüssigen – Ein interaktives Werkzeug, mit dem Sie Pixel schieben, ziehen und verformen, indem Sie mit speziellen Pinseln malen. Modefotografen nutzen es für dezente Anpassungen – um die Linie eines Kleidungsstücks zu glätten, ein abstehendes Haar zu korrigieren oder eine Pose behutsam umzuformen.
- Perspektivische Verformung – Korrigiert stürzende Linien in der Architekturfotografie (Gebäude, die nach hinten zu kippen scheinen, wenn sie vom Boden aus fotografiert werden) oder übertreibt die Perspektive bewusst für dramatische Bildkompositionen.
- Objektivkorrektur – Behebt tonnen- und kissenförmige Verzeichnung von Weitwinkel- oder Teleobjektiven und entfernt chromatische Aberration (Farbsäume entlang kontrastreicher Kanten). Architektur- und Immobilienfotografen verlassen sich darauf, damit gerade Linien wirklich gerade bleiben.
Rauschfilter
- Rauschen hinzufügen – Fügt zufällige Körnung mit gleichmäßiger oder gaußscher Verteilung hinzu. Eine dezente Rauschschicht über digitalen Illustrationen oder allzu glatten Verläufen verleiht ihnen eine organische, filmähnliche Textur, die weniger steril wirkt.
- Rauschen reduzieren – Reduziert Rauschen und bewahrt dabei Details. Unverzichtbar für Nachtaufnahmen mit hoher ISO oder Konzertfotos bei wenig Licht, bei denen das Sensorrauschen feine Details überdecken kann.
Kunstfilter
- Ölfarbe – Simuliert die Pinselstriche eines Ölgemäldes mit einstellbarer Stilisierung und Borstendetails. Wenden Sie den Filter auf ein Landschaftsfoto an, um einen malerischen Kunstdruck-Look zu erzielen, der sich für Leinwanddrucke eignet.
- Tontrennung – Reduziert die Anzahl der Tonwertstufen und verleiht dem Bild einen flächigen, grafischen Look. Grafikdesigner nutzen die Tontrennung als Ausgangspunkt für Siebdruckplakate oder Porträts im Pop-Art-Stil.
Korrekturen
Farb- und Tonwertkorrekturen lassen sich direkt auf eine Ebene anwenden oder – für maximale Flexibilität – als Korrekturebenen, die im Bedienfeld „Ebenen“ liegen und sich auf alles darunter auswirken.
- Gradationskurven (Strg+M) – Das leistungsfähigste Werkzeug für Tonwerte. Ziehen Sie Punkte auf der Kurve, um Lichter aufzuhellen, Tiefen abzudunkeln oder den Kontrast in den Mitteltönen zu verstärken. Für eine S-Kurve mit mehr Biss ziehen Sie das Tiefenviertel leicht nach unten und das Lichterviertel leicht nach oben. Fotografen, die Color Grading betreiben, können die Kanäle Rot, Grün und Blau unabhängig bearbeiten, um die Stimmung eines Bildes zu verändern – etwa die Tiefen ins Blaue anheben und die Lichter erwärmen, um einen kinoreifen Teal-and-Orange-Look zu erzielen.
- Tonwertkorrektur (Strg+L) – Passt Schwarzpunkt, Weißpunkt und Mitteltongamma über eine einfache Oberfläche mit drei Reglern an. Ziehen Sie den schwarzen Regler nach innen, um die dunkelsten Töne zu vertiefen, und den weißen Regler nach innen, um die hellsten aufzuhellen. Eine schnelle Tonwertkorrektur ist oft der erste Schritt jeder Fotobearbeitung, damit das Bild den vollen Tonwertumfang nutzt.
- Farbton/Sättigung (Strg+U) – Verschieben Sie den Farbton des gesamten Bildes oder gezielt bestimmter Farbbereiche. Ein Produktfotograf kann die Rottöne isolieren und in Richtung Orange verschieben, um sie an die Farbpalette einer Marke anzupassen, oder in einer Landschaft die Grüntöne entsättigen, um eine stimmungsvolle, gedämpfte Wirkung zu erzielen.
- Helligkeit/Kontrast – Einfache Regler für schnelle globale Anpassungen. Gut für rasche Korrekturen, wenn Sie die Präzision von Gradationskurven oder Tonwertkorrektur nicht benötigen.
- Farbbalance (Strg+B) – Justieren Sie die Farbe getrennt für Tiefen, Mitteltöne und Lichter. Bringen Sie Wärme in die Lichter und halten Sie die Tiefen kühl, für eine natürliche, dreidimensionale Wirkung.
- Umkehren (Strg+I) – Kehrt alle Farben in ihr Gegenteil um und erzeugt so ein Negativ. Nützlich, um Masken umzukehren (aus einer Maske „Hintergrund auswählen“ wird eine Maske „Motiv auswählen“), und als kreativer Effekt.
- Sättigung verringern (Strg+Umschalt+U) – Wandelt das Bild oder die Ebene in Graustufen um und behält dabei den RGB-Farbmodus bei. Fotografen, die Porträts in Schwarzweiß umwandeln, beginnen oft hier und fügen dann eine Kanalmixer-Korrekturebene hinzu, um genauer zu steuern, wie jede Farbe in einen Grauton übersetzt wird.
Text & Typografie
Drücken Sie T, um das Textwerkzeug zu aktivieren. Klicken Sie irgendwo auf die Arbeitsfläche, um an einem einzelnen Punkt zu schreiben, oder klicken und ziehen Sie, um ein Textfeld aufzuziehen – Text in einem Feld wird am Rand automatisch umbrochen, genau das Richtige für Absätze, Bildunterschriften und Fließtext.
Schriftauswahl
Fog Panther kann auf alle auf Ihrem System installierten Schriften zugreifen. Die Schriftauswahl in der Werkzeugoptionsleiste zeigt eine Live-Vorschau jeder Schrift mit Ihrem tatsächlichen Text, sodass Sie durch die Liste scrollen und die Optionen visuell vergleichen können. Sie können nach Namen filtern, um eine lange Schriftliste einzugrenzen, und häufig verwendete Schriften als Favoriten markieren, damit sie ganz oben erscheinen.
Wenn Sie Ihre Arbeit im .fog-Format speichern, werden die Schriften direkt in die Datei
eingebettet. So können Sie die Datei an einen Kollegen weitergeben oder auf einem anderen Rechner
öffnen, und der Text wird korrekt dargestellt – selbst wenn die Schriften dort nicht
installiert sind.
Formatierungsoptionen
- Schriftfamilie, Schriftgröße, Schriftstärke und Schriftschnitt – Legen Sie Schriftart und Punktgröße fest und wählen Sie Fett, Kursiv oder eine Kombination.
- Zeichenabstand (Laufweite) – Vergrößern oder verkleinern Sie den Abstand zwischen allen Zeichen. Verringern Sie die Laufweite bei einer großen Überschrift für einen kompakteren, redaktionellen Look, oder erhöhen Sie sie bei Zwischenüberschriften in Großbuchstaben für eine elegante, luftige Wirkung.
- Zeilenhöhe (Zeilenabstand) – Steuern Sie den vertikalen Abstand zwischen Textzeilen. Ein großzügiger Zeilenabstand (1,5× oder mehr) lässt Fließtext in einer Druckbroschüre offen und gut lesbar wirken.
- Textausrichtung – Linksbündig, zentriert, rechtsbündig und Blocksatz. Verwenden Sie Blocksatz für Spalten im Magazinstil, achten Sie aber auf unschöne Abstände in kurzen Zeilen.
- Textfarbe und Kontur – Legen Sie eine Vollton- oder Verlaufsfüllung fest und fügen Sie eine Umrisslinie (Kontur) hinzu, damit der Text auch vor unruhigen Hintergründen lesbar bleibt. Gestalter von Veranstaltungsplakaten verwenden oft eine weiße Überschrift mit dunkler Kontur, damit der Text über jedem Foto klar lesbar ist.
- Glätten – Wählen Sie je nach Ausgabe „Scharf“, „Schärfer“ oder „Abgerundet“. „Scharf“ eignet sich am besten für kleinen UI-Text auf Bildschirmen; „Abgerundet“ ergibt bei großen Überschriften für den Druck das sauberste Ergebnis.
Text nachträglich bearbeiten
Doppelklicken Sie im Bedienfeld „Ebenen“ auf eine Textebene (oder doppelklicken Sie auf den Text auf der Arbeitsfläche), um wieder in den Bearbeitungsmodus zu wechseln. Textebenen bleiben vollständig bearbeitbar – Sie können den Text jederzeit umschreiben, die Schrift wechseln, die Größe anpassen oder ihn umfärben. Deshalb lassen Designer Text so lange wie möglich als bearbeitbaren Text stehen.
Sie können auch Ebenenstile auf Text anwenden, ohne ihn zu rastern. Fügen Sie einen Schlagschatten hinzu, um eine Überschrift vom Hintergrund abzuheben, eine Verlaufsüberlagerung für einen Metallic-Look oder einen Schein nach außen für Neonschild-Effekte. Der Text bleibt dabei jederzeit bearbeitbar.
Wenn Sie pixelbasierte Filter auf Text anwenden müssen (etwa Weichzeichnen oder Verzerren), wählen Sie Ebene > Rastern, um die Textebene in Pixel umzuwandeln. Beachten Sie, dass dieser Schritt nicht umkehrbar ist – nach dem Rastern können Sie den Text nicht mehr als Text bearbeiten.
Nach obenDateiformate
Das native .fog-Format
Das .fog-Format ist das eigene Dateiformat von Fog Panther. Es hält den gesamten Zustand
Ihres Projekts originalgetreu fest – jede Ebene, Maske, Korrekturebene, jedes eingebettete
Objekt, jede Textebene, Füllmethode und eingebettete Schrift bleibt genau so erhalten, wie Sie sie
hinterlassen haben. Speichern Sie immer eine .fog-Kopie Ihrer Arbeit, damit Sie später
mit voller Bearbeitbarkeit daran weiterarbeiten können.
Betrachten Sie die .fog-Datei als Ihr Masterdokument und exportierte Formate (PNG, JPEG
usw.) als Auslieferungskopien. Ein Fotograf behält etwa die .fog-Datei mit allen intakten
Retuscheebenen und exportiert ein reduziertes JPEG für den Kunden und ein TIFF für die Druckerei.
Unterstützte Formate
| Format | Import | Export | Ideal für |
|---|---|---|---|
| PSD | Ja | Ja | Austausch zwischen Bildbearbeitungsprogrammen. Ebenen, Masken, Füllmethoden und bearbeitbarer Text bleiben erhalten. |
| PNG | Ja | Ja | Webgrafiken, UI-Elemente und alles, was Transparenz benötigt. Verlustfreie Komprimierung. |
| JPEG | Ja | Ja | Fotos für Web, E-Mail und Social Media. Qualität von 1-100 einstellbar; 80-85 ist ein guter Kompromiss aus Dateigröße und Qualität. |
| WebP | Ja | Ja | Moderne Webbilder. Kleinere Dateien als JPEG bei gleicher Qualität. Unterstützt Transparenz. |
| AVIF | Ja | Ja | Webformat der nächsten Generation mit hervorragender Komprimierung. Ideal für fotolastige Websites. |
| TIFF | Ja | Ja | Druck-Workflows. Unterstützt 16 und 32 Bit Farbtiefe, verlustfreie Komprimierung und eingebettete ICC-Profile. |
| RAW | Ja | Nein | Kamerarohdaten von DSLR- und spiegellosen Kameras. Import über einen RAW-Entwicklungsdialog. |
| ORA | Ja | Ja | OpenRaster – ein offenes, herstellerunabhängiges Bildformat mit Ebenen. |
| Ja | Ja | Dokumente. Importieren Sie Seiten zur Bearbeitung oder exportieren Sie Ihre Arbeit als PDF. | |
| SVG | Ja | Nein | Vektorgrafiken. Werden importiert und in der gewünschten Auflösung gerastert. |
| HDR / EXR | Ja | Ja | High Dynamic Range. Radiance HDR und OpenEXR mit 32 Bit Gleitkomma für den größten Tonwertumfang. |
| GIF | Ja | Ja | Webgrafiken. Beim Import wird das erste Einzelbild geöffnet; der Export schreibt ein statisches Bild. |
Speichern vs. Exportieren
Speichern (Strg+S) schreibt Ihr vollständiges Projekt – standardmäßig
im .fog-Format oder, wenn Sie eine PSD geöffnet haben, im aktuellen Format der Datei.
Mit Speichern unter (Strg+Umschalt+S) wählen Sie einen neuen Namen,
Speicherort oder ein neues Format. Verwenden Sie „Speichern“ für laufende Arbeiten, damit Ebenen, Text,
Protokoll und alles andere genau so erhalten bleiben, wie Sie es hinterlassen haben.
Exportieren (Strg+Alt+Umschalt+S) ist für die Erstellung von
Auslieferungsdateien gedacht. Es öffnet einen Dialog, in dem Sie Format und Qualitätseinstellungen
wählen und das Bild beim Export optional skalieren. So exportieren Sie etwa ein webfertiges JPEG mit
1200px Breite und Qualität 82, während Ihre .fog-Masterdatei in voller Auflösung
unangetastet bleibt.
Farbmanagement
Farbwähler
Klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das Farbfeld für die Vorder- oder Hintergrundfarbe, um den Farbwähler zu öffnen. Er bietet mehrere Möglichkeiten, eine Farbe zu wählen:
- Farbkreis – Klicken Sie in den Kreis, um den Farbton zu wählen, und passen Sie dann Sättigung und Helligkeit im inneren Dreieck an.
- HSB-Regler – Stellen Sie Farbton, Sättigung und Helligkeit numerisch ein.
- RGB-Regler – Geben Sie exakte Werte für Rot, Grün und Blau an (0-255).
- Hex-Eingabe – Tippen Sie einen Hex-Code wie
#2563ebdirekt ein. Webdesigner, die mit einem Marken-Styleguide arbeiten, nutzen das ständig.
Sie können jederzeit auch eine Farbe von der Arbeitsfläche aufnehmen: Drücken Sie I, um die Pipette zu aktivieren, und klicken Sie auf das gewünschte Pixel.
Vorder- & Hintergrundfarbe
Die Werkzeugleiste zeigt zwei überlappende Farbfelder – das obere linke ist Ihre Vordergrundfarbe (verwendet von Pinseln, Text und Füllungen), das untere rechte Ihre Hintergrundfarbe (verwendet vom Radiergummi auf reduzierten Ebenen und als zweite Farbe in Verläufen).
- Drücken Sie X, um die beiden Farben sofort zu tauschen. Praktisch beim Malen einer Maske – mit Schwarz malen, um auszublenden, X drücken, mit Weiß malen, um einzublenden.
- Drücken Sie D, um auf die Standardfarben zurückzusetzen: Schwarz als Vorder- und Weiß als Hintergrundfarbe.
ICC-Profile und Softproof
Fog Panther unterstützt ICC-Farbprofile für eine geräteübergreifend exakte Farbwiedergabe. Über Bild > Farbprofil weisen Sie Ihrem Dokument ein Profil zu – es teilt der Software (und dem Drucker oder Bildschirm) mit, wie die Farbwerte zu interpretieren sind.
Für Druckarbeiten aktivieren Sie den Softproof über Ansicht > Farbproof. Damit wird auf Ihrem Bildschirm simuliert, wie das Bild beim Druck mit einem bestimmten Profil aussehen wird. Eine Druckerei stellt Ihnen in der Regel ihr Druckprofil zur Verfügung (z. B. ein FOGRA39- oder GRACoL-Profil). Laden Sie es im Softproof-Dialog, und Sie erkennen Farben außerhalb des Farbumfangs, bevor der Auftrag in den Druck geht – das erspart Ihnen einen teuren Neudruck.
Farbmodi und Bittiefe
Die meiste Arbeit findet in RGB statt, aber Sie können den Farbmodus des Dokuments unter Bild > Modus ändern. CMYK ist für den Druck da und Graustufen für Schwarzweißarbeiten; daneben stehen einige Spezialmodi zur Verfügung (Lab, Indiziert und Mehrkanal für Schmuckfarben-Separationen im Druck). Für den Einstieg brauchen Sie diese nicht – RGB ist für nahezu alles auf dem Bildschirm und im Web die richtige Wahl.
Die Bittiefe ändern Sie unter Bild > Bittiefe:
- 8 Bit – 256 Stufen pro Kanal, geeignet für die meisten Web- und Bildschirmarbeiten.
- 16 Bit – 65.536 Stufen pro Kanal, ideal für hochwertige Fotobearbeitung und den Druck. Wer in 16 Bit arbeitet, vermeidet Streifenbildung in weichen Verläufen (etwa bei blauem Himmel) und hat mehr Spielraum bei kräftigen Tonwertkorrekturen mit Gradationskurven oder Tonwertkorrektur.
- 32 Bit Gleitkomma – für Bilder mit hohem Dynamikumfang (HDR), etwa OpenEXR- und Radiance-HDR-Dateien.
Protokoll & Rückgängig
Rückgängig / Wiederherstellen
Drücken Sie Strg+Z, um Ihre letzte Aktion rückgängig zu machen, und Strg+Umschalt+Z, um sie wiederherzustellen. Fog Panther unterstützt unbegrenzt viele Rückgängig-Schritte, begrenzt nur durch den verfügbaren Arbeitsspeicher. Wenn Sie also hundert Pinselstriche malen und dann feststellen, dass der ganze Ansatz falsch ist, können Sie jeden einzelnen rückgängig machen.
Protokoll-Bedienfeld
Das Bedienfeld „Protokoll“ zeigt Ihnen eine visuelle Zeitleiste aller Bearbeitungen, die Sie seit dem Öffnen am Dokument vorgenommen haben. Jeder Eintrag zeigt den Namen der Aktion (z. B. „Pinselstrich“, „Gaußscher Weichzeichner“, „Ebene verschieben“) und eine Miniatur. Klicken Sie auf einen beliebigen Eintrag, um direkt zu diesem Zustand zurückzuspringen – alles danach wird ausgegraut. Nehmen Sie von diesem Punkt aus eine neue Bearbeitung vor, werden die ausgegrauten Einträge ersetzt.
Praxisbeispiel: Sie retuschieren ein Porträt und haben die letzten zwanzig Minuten damit verbracht, Haut zu glätten, abzuwedeln und nachzubelichten und Farben anzupassen. Der Kunde ruft an und sagt, ihm gefalle der Look vor dem Color Grading besser. Statt Schritt für Schritt rückgängig zu machen, öffnen Sie das Bedienfeld „Protokoll“, scrollen zu dem Zustand direkt vor Ihrer Farbarbeit und klicken darauf. Erledigt mit einem Klick.
Schnappschüsse
Mit Schnappschüssen setzen Sie ein Lesezeichen auf den vollständigen Dokumentzustand zu einem bestimmten Zeitpunkt. Klicken Sie auf das Kamerasymbol unten im Bedienfeld „Protokoll“, um einen Schnappschuss zu erstellen. Schnappschüsse erscheinen oben im Bedienfeld „Protokoll“ und bleiben für die Dauer der Sitzung erhalten.
Das ist sehr hilfreich, wenn Sie mehrere kreative Richtungen ausprobieren möchten, ohne Ihre Arbeit zu
verlieren. Ein Designer, der zwei verschiedene Farbpaletten für ein Plakat ausprobiert, kann etwa einen
Schnappschuss von Version A erstellen, Version B ausprobieren und dann beide vergleichen, indem er
zwischen den Schnappschüssen hin- und herklickt. Wenn Sie das Dokument im .fog-Format
speichern, wird das vollständige Rückgängig-Protokoll mit der Datei gesichert – heute schließen,
nächste Woche wieder öffnen, und jeder Schritt ist noch da.
Einstellungen
Öffnen Sie die Einstellungen mit Strg+, oder über Datei > Einstellungen. Der Dialog hat fünf Registerkarten. Für den Einstieg müssen Sie hier nichts anfassen – kommen Sie zurück, sobald Sie wissen, was in Ihrem Arbeitsablauf noch nicht passt.
Allgemein
- Standardeinstellungen für neue Dokumente – Breite, Höhe, Auflösung und Hintergrund für den Dialog „Neues Dokument“, damit jede neue Arbeitsfläche so beginnt, wie Sie es möchten.
- Design – Wählen Sie „Hell“, „Dunkel“ oder „System“. Viele Fotografen und Retuscheure bevorzugen das dunkle Design, weil es den Einfluss einer hellen Oberfläche auf ihre Wahrnehmung von Farbe und Belichtung verringert.
- Limit für zuletzt verwendete Dateien – Wie viele Einträge unter Datei > Zuletzt verwendet erscheinen.
- Sprache – Legt die Sprache der Benutzeroberfläche fest.
Leistung
- Größe des Rückgängig-Protokolls – Wie viele Rückgängig-Zustände aufbewahrt werden. Wenn Sie mit sehr großen Dateien arbeiten (z. B. 16-Bit-TIFFs aus Mittelformatkameras), verschafft Ihnen mehr Speicher hier mehr Spielraum zum Rückgängigmachen.
- Größe des Kachel-Cache – Speicherbudget für zwischengespeicherte Kacheln der Arbeitsfläche. Ein höherer Wert hilft beim Verschieben der Ansicht und Zoomen großer Dokumente.
- GPU-Auswahl – Legen Sie fest, welchen Grafikchip Fog Panther für die Darstellung der Arbeitsfläche und die Filterbeschleunigung verwendet. Auf Laptops mit zwei GPUs können Sie so die dedizierte GPU erzwingen, wenn Sie die zusätzliche Leistung brauchen.
Tastenkürzel
Belegen Sie jedes Werkzeug, jeden Menüeintrag und jedes Farbkürzel neu. Suchen Sie Befehle nach Namen, weisen Sie ein neues Tastenkürzel zu oder ändern Sie ein bestehendes – Konflikte werden rot markiert, sodass Sie nie versehentlich eine Doppelbelegung erzeugen. Wenn Sie jahrelang mit einer anderen Tastenbelegung gearbeitet haben, können Sie alles entsprechend anpassen.
Sie können Tastenkürzel-Profile auch exportieren und importieren – praktisch, wenn Sie an mehreren Rechnern arbeiten oder Ihre Einrichtung mit einem Kollegen teilen möchten.
PSD
PSD-Kompatibilitätsoptionen, die steuern, wie Fog Panther PSD-Dateien mit Ebenen schreibt – Ebenenbenennung, Rastern beim Speichern und wie Effekte ohne direkte PSD-Entsprechung erhalten bleiben. Die Standardwerte passen in der Regel; ändern Sie sie nur, wenn Sie Dateien an eine Produktionskette übergeben, die eine bestimmte PSD-Variante erwartet.
Text
Einstellungen für das Schriftrendering – Subpixel-Reihenfolge (RGB, BGR, keine) und Hinting-Stärke. Wenn Text auf Ihrem Bildschirm Farbsäume zeigt oder überschärft wirkt, können Sie ihn hier feinabstimmen.
Nach obenTypische Arbeitsabläufe
Die Abschnitte oben behandeln einzelne Funktionen im Detail. Hier fügen wir sie zu vollständigen Schritt-für-Schritt-Anleitungen zusammen, die zeigen, wie Sie echte Aufgaben von Anfang bis Ende erledigen. Jeder Arbeitsablauf enthält Querverweise auf die passenden Referenzabschnitte, damit Sie sich bei jedem Schritt tiefer einlesen können.
Ein Porträt von Anfang bis Ende retuschieren
Diese Anleitung führt ein Porträt von der Rohdatei der Kamera bis zum ausgefeilten, druckfertigen Ergebnis – durchgehend mit nicht-destruktiven Techniken.
- Die RAW-Datei öffnen und die Grundtonalität festlegen. Öffnen Sie Ihr Porträt mit Strg+O. Im RAW-Prozessor von Fog Panther passen Sie Belichtung, Weißabgleich und Lichterrettung an, bevor das Bild auf der Arbeitsfläche landet. Sobald Sie mit der Grundlage zufrieden sind, öffnet sich die Datei als vollständige Ebene. Wählen Sie Filter > Korrekturen > Tonwertkorrektur und legen Sie Schwarz- und Weißpunkt fest; fügen Sie dann mit Gradationskurven eine sanfte S-Kurve für mehr Kontrast hinzu (siehe Filter & Korrekturen).
- Unreinheiten mit dem Reparatur-Pinsel entfernen. Drücken Sie J, um den Reparatur-Pinsel zu aktivieren. Zoomen Sie mit Strg+1 auf 100% und klicken Sie dann mit Alt+Klick auf eine reine Hautstelle, um die Quelle festzulegen. Malen Sie über Flecken, Narben und einzelne Haare – der Reparatur-Pinsel gleicht Struktur, Beleuchtung und Farbe automatisch an (siehe Werkzeuge).
- Haut mit Frequenztrennung glätten. Duplizieren Sie die Hintergrundebene zweimal (zweimal Strg+J). Nennen Sie die untere Kopie „Low Frequency“ und die obere „High Frequency“. Wenden Sie auf die Ebene „Low Frequency“ Filter > Weichzeichnungsfilter > Gaußscher Weichzeichner mit einem Radius von 4–8 px an (genug, um die Hautstruktur zu glätten). Stellen Sie auf der Ebene „High Frequency“ die Füllmethode auf Lineares Licht, wählen Sie dann Bild > Bild berechnen, wählen Sie die Ebene „Low Frequency“ und stellen Sie als Modus „Subtrahieren“ mit Skalierung 2 und Versatz 128 ein. Jetzt können Sie auf der Ebene „Low Frequency“ mit einem weichen Pinsel malen, um Hauttöne auszugleichen, ohne Porendetails zu verlieren (siehe Ebenen und Filter & Korrekturen).
- Nicht-destruktiv abwedeln & nachbelichten. Erstellen Sie eine neue Ebene, füllen Sie sie mit 50% Grau (Bearbeiten > Fläche füllen > 50% Grau) und stellen Sie ihre Füllmethode auf Weiches Licht. Malen Sie mit einem weichen weißen Pinsel bei 5–10% Deckkraft, um Lichter aufzuhellen (Abwedeln), und mit einem weichen schwarzen Pinsel, um Schatten zu vertiefen (Nachbelichten). So modellieren Sie das Gesicht mit Licht, ohne die Originalpixel anzutasten (siehe Ebenen).
- Color Grading mit Gradationskurven. Fügen Sie im Bedienfeld „Ebenen“ eine Gradationskurven-Korrekturebene hinzu. Für den beliebten Teal-and-Orange-Look: Heben Sie im Blau-Kanal die Tiefen an (bringt Blau/Petrol in die Tiefen) und senken Sie im Blau-Kanal die Lichter ab (verschiebt die Lichter in Richtung Gelb/Orange). Justieren Sie Rot- und Grün-Kanal nach Geschmack nach (siehe Filter & Korrekturen).
- Für die Ausgabe schärfen. Reduzieren Sie mit Strg+Alt+Umschalt+E alle sichtbaren Ebenen auf eine neue Ebene. Wenden Sie Filter > Andere > Hochpass mit einem Radius von 1–2 px an und stellen Sie die Füllmethode der Ebene auf Ineinanderkopieren. Das sorgt für knackige Kantenschärfe ohne Halos (siehe Filter & Korrekturen).
- Exportieren. Für das Web wählen Sie Datei > Exportieren als und JPEG mit 80% Qualität, skaliert auf 2048 px an der langen Kante. Für den Druck exportieren Sie ein 16-Bit-TIFF in voller Auflösung mit eingebettetem Farbprofil (siehe Dateiformate und Farbmanagement).
Druckvorlagen vorbereiten
Diese Anleitung zeigt, wie Sie ein druckfertiges Dokument von Grund auf erstellen – mit korrekten Rändern, Farbmanagement und Exporteinstellungen.
- Ein neues Dokument in der richtigen Größe erstellen. Drücken Sie Strg+N und wählen Sie eine Druckvorgabe (z. B. A3) oder geben Sie eigene Abmessungen ein. Stellen Sie die Auflösung auf 300 DPI und den Farbmodus auf Ihren Zielfarbraum (sRGB für die meisten Digitaldruckmaschinen, CMYK, wenn Ihre Druckerei es verlangt). Wählen Sie einen weißen Hintergrund (siehe Erste Schritte).
- Hilfslinien für Ränder, Beschnitt und sicheren Bereich anlegen. Wählen Sie Ansicht > Neues Hilfslinienlayout und setzen Sie Hilfslinien im Beschnittabstand Ihrer Druckerei (üblicherweise 3 mm) von jeder Kante. Fügen Sie einen zweiten Satz Hilfslinien 10–15 mm weiter innen für den sicheren Bereich hinzu, in dem alle wichtigen Inhalte bleiben sollten. Diese Hilfslinien werden nicht gedruckt und stellen sicher, dass beim Beschneiden nichts abgeschnitten wird (siehe Ansicht & Navigation).
- Mit Ebenen und Text gestalten. Bauen Sie Ihre Komposition mit separaten Ebenen für Hintergrund, Bilder und Text auf. Verwenden Sie das Textwerkzeug (T) für bearbeitbaren Text – Sie können Schriften, Größen und Farben jederzeit ändern, ohne zu rastern. Fügen Sie Korrekturebenen für globale Farbkorrekturen hinzu, damit Sie diese nicht-destruktiv anpassen können (siehe Ebenen und Text & Typografie).
- ICC-Farbprofil zuweisen und Softproof einrichten. Wählen Sie Bild > Farbprofil > Profil zuweisen und wählen Sie das ICC-Profil, das Ihnen Ihre Druckerei zur Verfügung gestellt hat (z. B. Fogra39 für gestrichenes Papier in Europa). Aktivieren Sie dann den Softproof mit Ansicht > Farbproof, um auf dem Bildschirm zu simulieren, wie der fertige Druck aussehen wird (siehe Farbmanagement).
- Auf Farben außerhalb des Farbumfangs prüfen. Aktivieren Sie während des Softproofs Ansicht > Farbumfang-Warnung. Grau hervorgehobene Bereiche enthalten Farben, die außerhalb des vom Drucker reproduzierbaren Bereichs liegen. Passen Sie diese Bereiche an, indem Sie sie leicht entsättigen oder den Farbton verschieben, bis die Warnungen verschwinden (siehe Farbmanagement).
- Ein 16-Bit-TIFF mit eingebettetem Profil exportieren. Wählen Sie Datei > Exportieren als, wählen Sie TIFF, stellen Sie die Bittiefe auf 16 Bit und vergewissern Sie sich, dass „ICC-Profil einbetten“ aktiviert ist. So bleibt die maximale Farbtreue erhalten, und die Druckerei erhält das Profil, das sie für eine exakte Farbwiedergabe benötigt (siehe Dateiformate).
-
Die Masterdatei speichern.
Drücken Sie Strg+S, um Ihr Arbeitsdokument als
.fog-Datei zu speichern. Dabei bleiben alle Ebenen, Masken, Korrekturebenen und Texte als bearbeitbare Objekte erhalten, sodass Sie später zurückkehren und Änderungen vornehmen können (siehe Dateiformate).
Ein Produkt für den Onlineshop freistellen
Diese Anleitung zeigt, wie Sie ein Produkt von seinem Hintergrund lösen und für ein Angebot in einem Onlineshop exportieren – sowohl mit transparentem als auch mit weißem Hintergrund.
- Das Produktfoto öffnen. Drücken Sie Strg+O und öffnen Sie das Foto des Produkts. Die saubersten Ergebnisse erzielen Sie mit einem gut ausgeleuchteten Foto vor einem einfarbigen Hintergrund.
- Den Hintergrund mit dem Zauberstab auswählen. Drücken Sie W, um den Zauberstab zu aktivieren. Klicken Sie auf den Hintergrund – das Werkzeug wählt einen zusammenhängenden Bereich ähnlicher Farbe aus. Weist der Hintergrund leichte Farbschwankungen auf, halten Sie Umschalt gedrückt und klicken Sie auf die nicht ausgewählten Bereiche, um sie der Auswahl hinzuzufügen. Passen Sie die Toleranz in der Optionsleiste an (versuchen Sie 20–40), bis der Hintergrund vollständig ausgewählt ist (siehe Auswahlen).
- Die Auswahl umkehren, um das Produkt auszuwählen. Drücken Sie Strg+Umschalt+I, um umzukehren. Jetzt ist das Produkt selbst statt des Hintergrunds ausgewählt (siehe Auswahlen).
- Die Kante für einen natürlichen Übergang weich auslaufen lassen. Drücken Sie Umschalt+F6, um den Dialog „Weiche Kante“ zu öffnen. Geben Sie einen Radius von 1–2 px ein. Das macht die Auswahlkante gerade so weich, dass kein harter, ausgeschnittener Eindruck entsteht, ohne die Kanten unscharf zu machen (siehe Auswahlen).
- Das Produkt auf eine neue Ebene kopieren. Drücken Sie Strg+J, um die Auswahl auf eine neue Ebene zu kopieren. Jetzt liegt das freigestellte Produkt auf einer eigenen Ebene mit transparentem Hintergrund. Blenden Sie die ursprüngliche Hintergrundebene aus oder löschen Sie sie (siehe Ebenen).
- Kanten im Maskierungsmodus verfeinern. Drücken Sie Q, um in den Maskierungsmodus zu wechseln. Die Maske erscheint als rote Überlagerung: Rote Bereiche liegen außerhalb der Auswahl, klare Bereiche innerhalb. Malen Sie mit einem kleinen, weichen Pinsel Rot über mit erfasste Hintergrundsäume, oder malen Sie mit Weiß, um abgeschnittene Produktkanten zurückzuholen. Drücken Sie erneut Q, um den Maskierungsmodus zu verlassen und zur Auswahl zurückzukehren (siehe Auswahlen und Werkzeuge).
- Einen sauberen Hintergrund hinzufügen. Für einen transparenten Hintergrund sind Sie fertig – das Produkt liegt auf einer eigenen Ebene, ohne etwas dahinter. Für einen weißen Hintergrund erstellen Sie unter dem Produkt eine neue Ebene und füllen sie mit Weiß (Bearbeiten > Fläche füllen > Weiß).
- Für das Shop-Angebot exportieren. Für Shops, die Transparenz unterstützen, wählen Sie Datei > Exportieren als und PNG. Für Marktplätze, die einen weißen Hintergrund verlangen, blenden Sie die transparente Ebene aus, blenden die Ebene mit weißem Hintergrund ein und exportieren als JPEG mit 90% Qualität. Viele Shops verlangen bestimmte Abmessungen (z. B. 2000×2000 px) – erweitern Sie das Bild vor dem Export mit Bild > Arbeitsfläche zu einem Quadrat (siehe Dateiformate).
Motive über Kanäle freistellen (Haare, Fell & feine Kanten)
Automatische Auswahlwerkzeuge funktionieren gut bei sauberen, harten Kanten – doch bei feinen Haarsträhnen, Tierfell, Ästen vor dem Himmel oder allem mit halbtransparenten, unregelmäßigen Umrissen stoßen sie an ihre Grenzen. Die kanalbasierte Auswahltechnik nutzt den natürlichen Kontrast, der in den Farbkanälen Ihres Bildes bereits vorhanden ist, um eine präzise Maske zu erstellen, die selbst feinste Details erfasst.
Warum Kanäle funktionieren, wo andere Werkzeuge versagen
Jedes Bild besteht aus einem Rot-, Grün- und Blau-Kanal. Jeder Kanal ist eine Graustufendarstellung davon, wie viel dieser Farbe in jedem Pixel vorhanden ist – helle Bereiche enthalten mehr von der Farbe, dunkle weniger. In vielen Fotos zeigt ein Kanal bereits einen starken Kontrast zwischen Motiv und Hintergrund. Wenn Sie diesen Kanal duplizieren und in Richtung reines Schwarz und Weiß treiben, erhalten Sie eine fertige Auswahlmaske, die jeder Strähne und jedem Schnurrhaar folgt.
Typische Herausforderungen
- Farbsäume – Reste der ursprünglichen Hintergrundfarbe, die an feinen Kanten haften und besonders sichtbar werden, wenn das Motiv vor einen neuen Hintergrund gesetzt wird.
- Halbtransparente Bereiche – abstehende Haare oder durchscheinendes Fell, die nicht vollständig deckend sind. Sie müssen als teilweise Transparenz erhalten bleiben und dürfen nicht zu voller Deckkraft gezwungen werden.
- Kanten in den Mitteltönen – Bereiche, in denen Motiv und Hintergrund in allen Kanälen eine ähnliche Helligkeit haben, sodass sie sich kaum zu reinem Schwarz oder Weiß treiben lassen, ohne Details zu zerstören.
- „Verbrannte“ Kanten – zu starke Anwendung von Tonwertkorrektur oder Gradationskurven auf den Kanal, die zarte Übergänge in den Mitteltönen ausbrennt und harte, gezackte Kanten erzeugt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Das Bild öffnen und jeden Kanal prüfen. Öffnen Sie Ihr Foto mit Strg+O. Öffnen Sie das Bedienfeld „Kanäle“ über Fenster > Kanäle. Klicken Sie nacheinander auf den Rot-, Grün- und Blau-Kanal. Jeder erscheint als Graustufenbild. Suchen Sie den Kanal, in dem das Motiv am dunkelsten und der Hintergrund am hellsten ist (oder umgekehrt) – Sie wollen maximalen Kontrast. Bei Porträts mit Haaren vor einem hellen Hintergrund ist der Blau-Kanal oft die beste Wahl, weil Haut und Haare wenig blaues Licht enthalten und daher vor einem hellen Himmel oder Studiohintergrund dunkel erscheinen.
- Den besten Kanal duplizieren. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Kanal mit dem stärksten Kontrast und wählen Sie Kanal duplizieren (oder ziehen Sie ihn auf die Schaltfläche „Neuer Kanal“ unten im Bedienfeld). So entsteht eine Alphakanal-Kopie, die Sie frei bearbeiten können, ohne die Farben des Bildes zu beeinflussen (siehe Farbmanagement).
- Den Kontrast mit der Tonwertkorrektur verstärken. Öffnen Sie bei ausgewähltem dupliziertem Kanal die Tonwertkorrektur (Strg+L). Ziehen Sie den Schwarzpunkt-Regler nach rechts, um die dunklen Töne zu vertiefen, und den Weißpunkt-Regler nach links, um die hellen Töne ausfressen zu lassen. Ziel ist es, das Motiv in Richtung reines Schwarz und den Hintergrund in Richtung reines Weiß zu treiben (oder umgekehrt). Gehen Sie schrittweise vor – wenn Sie die Regler in einem Durchgang zu weit ziehen, verbrennen die zarten Kanten, an denen Haare in den Hintergrund übergehen. Arbeiten Sie lieber in zwei oder drei moderaten Durchgängen als in einem aggressiven (siehe Filter & Korrekturen).
- Mit Abwedler und Nachbelichter verfeinern. Wählen Sie das Werkzeug Abwedler/Nachbelichter (O), stellen Sie den Modus auf Nachbelichter mit dem Bereich Tiefen und einer Belichtung von etwa 30–60%, und malen Sie über Hintergrundbereiche, die noch grau sind, um sie in Richtung Schwarz zu treiben. Stellen Sie dann den Modus auf Abwedler, den Bereich auf Lichter und malen Sie über das Innere des Motivs, um es in Richtung Weiß zu treiben. Wenn Sie in den Bereichen Tiefen/Lichter arbeiten, bleiben die Kanten in den Mitteltönen geschützt (siehe Werkzeuge).
- Das massive Innere mit einem harten Pinsel ausmalen. Wechseln Sie zum Pinsel (B). Malen Sie mit einem harten, weißen Pinsel die eindeutig innenliegenden Bereiche des Motivs (Oberkörper, Gesicht, massive Flächen) reinweiß. Malen Sie mit einem harten, schwarzen Pinsel eindeutige Hintergrundbereiche reinschwarz. Halten Sie sich von den feinen Kanten fern – überlassen Sie diese den natürlichen Tonwertübergängen des Kanals. Dieser Schritt geht schnell und bereinigt die großen Flächen, für die Abwedler/Nachbelichter zu lange bräuchten.
- Den Pinsel mit „Ineinanderkopieren“ für schwierige Kanten nutzen. Stellen Sie die Füllmethode des Pinsels in der Optionsleiste auf Ineinanderkopieren. In diesem Modus wirkt Malen mit Weiß nur auf Pixel, die bereits heller als 50% Grau sind, und Malen mit Schwarz nur auf Pixel, die dunkler als 50% Grau sind – die Mitteltöne bleiben geschützt. So können Sie bedenkenlos nahe an den Haaren malen, ohne die feinen, halbtransparenten Strähnen zu zerstören. Malen Sie Weiß über die Kanten auf der Motivseite und Schwarz über die Kanten auf der Hintergrundseite (siehe Werkzeuge).
- Den Kanal als Auswahl laden. Halten Sie Strg gedrückt und klicken Sie im Bedienfeld „Kanäle“ auf die Miniatur Ihres verfeinerten Kanals. Dadurch werden die weißen Bereiche als Auswahl (Ameisenlinie) geladen. Ist das Motiv in Ihrem Kanal weiß, ist es bereits ausgewählt. Ist das Motiv schwarz, kehren Sie die Auswahl mit Strg+Umschalt+I um (siehe Auswahlen).
- Als Ebenenmaske anwenden. Wechseln Sie zurück zum Bedienfeld „Ebenen“. Klicken Sie unten im Bedienfeld auf die Schaltfläche Ebenenmaske hinzufügen. Die Auswahl wird zur Maske – das Motiv bleibt sichtbar, der Hintergrund verschwindet, und die Kanten von Haaren und Fell laufen über teilweise Transparenz natürlich aus (siehe Ebenen).
- Farbsäume entfernen. Legen Sie eine Ebene mit einer Volltonfarbe hinter das Motiv, um die Kanten vor einem kontrastierenden Hintergrund zu prüfen. Sehen Sie einen Saum der ursprünglichen Hintergrundfarbe um die Haare, erstellen Sie über dem Motiv eine neue Ebene, stellen Sie sie auf die Füllmethode Farbe, nehmen Sie dann mit der Pipette (I) die natürliche Haar- oder Fellfarbe des Motivs auf und malen Sie über den Saum. Die Füllmethode „Farbe“ ersetzt nur Farbton und Sättigung und lässt die Luminanz unverändert – so nimmt der Saum die richtige Farbe an, ohne seine Transparenz zu verlieren (siehe Ebenen).
- Letzter Feinschliff und Export. Zoomen Sie auf 200% und prüfen Sie die Kanten. Malen Sie mit einem kleinen, weichen Pinsel auf der Ebenenmaske Schwarz über verbliebene Artefakte oder Weiß, um verlorene Details zurückzuholen. Wenn Sie zufrieden sind, reduzieren oder exportieren Sie nach Bedarf – PNG für Transparenz, oder setzen Sie das Motiv vor einen neuen Hintergrund und exportieren Sie als JPEG (siehe Dateiformate).
Tipps für beste Ergebnisse
- Mehrere Kanäle ausprobieren. Manchmal ergibt die Kombination zweier Kanäle (z. B. Blau duplizieren und dann mit „Bild berechnen“ den Grün-Kanal einrechnen) eine bessere Trennung als jeder einzelne Kanal.
- Gradationskurven statt Tonwertkorrektur verwenden, um genauer zu steuern, welcher Tonwertbereich verschoben wird. Sie können die Mitteltöne fixieren und gleichzeitig Tiefen kräftig abdunkeln oder Lichter aufhellen.
- Vor mehreren Hintergründen prüfen. Wechseln Sie hinter dem maskierten Motiv zwischen weißem, schwarzem und farbigem Hintergrund – Farbsäume und Artefakte, die auf einer Farbe unsichtbar sind, zeigen sich oft auf einer anderen.
- Transparenz nicht zu voller Deckkraft zwingen. Kanten von Haaren und Fell sind von Natur aus halbtransparent. Lassen Sie die Maske diese Grauwerte bewahren, statt alles zu reinem Schwarz oder Weiß zu treiben.